Deutscher Gewerkschaftsbund

04.11.2013

Planspiel Berufsorientierung "Ready Steady Go!"

 

Es ist nicht leicht, den Beruf zu finden, der zu einem passt. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung ist die Wahl des richtigen Ausbildungsberufes. So belegt nicht zuletzt die BIBB Studie aus dem Jahr 2011, dass mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Auszubildenden, die ihre Ausbildung ohne Abschluss beendet haben, den Grund dafür in der Wahl des falschen Ausbildungsberufes sehen. Möchte man mit Menschen arbeiten? Beratend oder pflegend? Will man gestalten? Bauen? Schreiben? Forschen oder Lehren? Will man reparieren oder erfinden? Die Bandbreite ist groß. Über 360 Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland. Trotzdem konzentrieren sich die meisten Bewerber_innen auf eine Handvoll Berufe.

Als DGB setzen wir uns im Arbeitskreis Schule und Arbeitswelt für eine gelingende Berufsorientierung ein und werben für eine hohe Qualität in der dualen Ausbildung. Wir sensibilisieren dafür, sich nicht auf geschlechtsspezifische Rollenbilder festlegen zu lassen. „Ready Steady Go!“ bietet für junge Menschen eine vielfältige Bandbreite an Branchen und Ausbildungsberufen. 

Was ist das Planspiel zur Berufsorientierung „Ready Steady Go!“

„Ready Steady Go!“ ist ein kostenloses Angebot für junge Menschen die sich im Übergang von Schule in duale Ausbildung befinden. Das Planspiel wird seit 2007 im Bezirk West, vor allem in der DGB Region Vorder- und Südpfalz erfolgreich durchgeführt. Mit „Ready Steady Go!“ konnten wir bisher ca. 1800 Schülerinnen und Schüler erreichen.

 „Deine Ausbildung – Deine Interessen!“ (Station DGB Jugend, „Ready Steady Go!“)

„Deine Ausbildung – Deine Interessen!“ (Station DGB Jugend, „Ready Steady Go!“) DGB Reg.Vosü

Bei „Ready Steady Go“ beteiligt sich die DGB Jugend zusammen mit PartnerInnen aus dem Feld der Berufs- und Sozialberatung, den Kammern (IHK, HWK, LWK) der Agentur für Arbeit sowie Unternehmen aus der jeweiligen Region. Alle Beteiligten unterstützen die Jugendlichen darin, durch das Führen von Bewerbungs- und Beratungsgesprächen, ihre Kompetenzen für einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildung zu stärken. Die Vernetzung der Akteure wirkt sich positiv auf die „Schwelle“ von Schule und Ausbildung aus, und erhöht die gezielte Vermittlung der Jugendlichen in ihren Wunschberuf.

Anhand der “Laufzettel” werden die Jugendlichen auf ihre individuellen Bedürfnisse im Spiel koordiniert

Anhand der “Laufzettel” werden die Jugendlichen auf ihre individuellen Bedürfnisse im Spiel koordiniert DGB Reg. VoSü

Welche Zielgruppe wird angesprochen?

  • Junge Menschen ab 14 Jahren an Allgemeinbildenden Schulen.
  • Junge Menschen die vor der Entscheidung in den Berufseinstieg stehen 

 

Welche Ziele sollen mit dem Planspiel erreicht werden?

  • „Ready      Steady Go!“ verfolgt einen Ansatz, der sich an den jungen Menschen und deren Potenzialen und Stärken orientiert, unabhängig von ihrem Schulabschluss, ihrem Geschlecht,      ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Hintergrund.
  • Durch die handlungs- und erlebnisorientierte Methode werden die Jugendlichen in ihrer individuellen Verantwortlichkeit motiviert und gestärkt. Sie erlangen bessere Kenntnis über ihre Wunsch- bzw. Alternativberufe und über das eigenständige Verfassen beruflicher Bewerbungen. Sie erleben realitätsnahe Vorstellungsgespräche.
  • Um in der Phase der Berufsorientierung bzw. des Übergangs in die duale Ausbildung Rat und Unterstützung zu erhalten, stehen den Jugendlichen die Vertreterinnen und Vertreter der DGB-Jugend, der Betriebe, den Kammern (IHK, HWK, LWK) sowie Expertinnen und Experten aus dem Feld der Sozialberatung zur Verfügung.
  • Das Planspiel ist ein Instrument zur Gestaltung und Vertiefung in der Netzwerkarbeit.
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Wie wird die Durchführung von „Ready Steady Go!“ organisiert?

Für Rheinland-Pfalz wird das Planspiel vom DGB Büro Ludwigshafen aus organisiert. In Kooperation und enger Absprache mit der Schule bzw. den dortigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Feld der Berufsorientierung (. In der Planungsphase werden Termine und Örtlichkeiten fest gelegt. Parallel werden einerseits die Bewerbungsmappen mit den Schülerinnen und Schülern erstellt und andererseits die regional vertretenen Betriebe und Akteure akquiriert bzw. eingeladen. Ein Vortreffen mit allen Beteiligten im Vorfeld ist obligatorisch.

Das Planspiel findet in der Regel außerhalb vom Schulgebäude statt. Tatsächliche „Spielzeit“ ist von 08:00Uhr bis 13:00Uhr. Ein Nachbesprechungstermin dient zur gemeinsamen Reflektion, mit Allen die am Planungsprozess beteiligt sind.

 

Wer ist am Planspiel beteiligt?

Am Planspiel beteiligt sind der DGB und die schulischen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Feld der Berufsorientierung, den BerufseinstiegsbegleiterInnen oder den Jobfüxen; sowie Lehrerinnen und Lehrer. Unterstützt von den JugendsekretärInnen der Mitgliedsgewerkschaften. Jugendauszubildendenvertretungen und vielen ehrenamtlich aktiven Kolleginnen und Kollegen. Unterstützt wird „

Ansprechpersonen:

DGB Schule / Arbeitswelt

Region Vorder- und Südpfalz 

Christian Möckel

E: Christian.Moeckel@dgb.de

T.: 0621 51 80 18  

 

Ready Steady Go!“ von der Initiative Schule und Arbeitswelt.

 


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